Die Geschichte hinter butterbrotpoesie

Ich habe schon immer gerne geschrieben, schon als Kind. Vor einigen Jahren hatte ich mal einen Blog über meinen ganz normalen stinklangweiligen Alltag mit meinen (damals noch sehr kleinen) Kindern, der sehr beliebt war. Das hab ich dann aus verschiedenen Gründen aufgegeben.

Ende 2022 habe ich angefangen Gedichte auf Butterbrottüten zu schreiben. Keine Ahnung, wie ich darauf kam, aber ich hatte Worte in mir, die raus wollten und das war mein Weg. So ist der Name entstanden, als ich mir daraufhin einen Instagram-Kanal gemacht habe.

Hat keine Socke interessiert und ich bin nicht weiter dran geblieben. Ich hatte nie Großes damit vor und ehrlich gesagt mag ich Instagram bis heute nicht besonders. Trotzdem ist der Kanal geblieben.

Als mein Mann Anfang 2023 die Brotdosen für die Kinder übernahm, als ich ihn bat mir etwas mehr im Alltag abzunehmen, begann er ihnen kleine Bilder zu malen und kurze Nachrichten zu schreiben. Fragt mich nicht wie, aber der Teil ist dann irgendwie wieder zu mir gerutscht. Ich habe keine Zeit (und Lust) jeden Abend oder Morgen irgendwelche Bilder zu malen, also wurden es erstmal nur bunte Papierschnipsel mit Witzen, Rätseln , die ich zum Teil sogar in Masse „vorproduziert“ habe. (Ich bin sehr pragmatisch müsst ihr wissen.) Die Kinder fanden es toll, diese kleine Idee war ganz bald nicht mehr wegzudenken, und ich begann unsere Brotdosen ebenfalls wieder auf Instagram als Morgenroutine zu posten. So ein Witz am Morgen hat noch niemandem geschadet.

Da ich wie gesagt nicht jeden Tag malen kann (oder will), kam mir irgendwann die Idee auch das vorzubereiten und einfach einzulaminieren und wiederzuverwenden. Gesagt, getan. Immer mehr Figuren und Karten entstanden, sodass ich euch schon gar nicht mehr sagen kann, wieviele es mittlerweile gibt. Als mir die Witze und Rätsel ausgingen, fing ich mit positiven Affirmationen an (ebenfalls irgendwann wieder vorproduziert für ganz stressige kreativlose Tage). Daraus entstanden Poster und Puzzle. Dann entwarf ich ein Tagebuch mit Gefühlen wofür ich wieder neue Figuren brauchte. Wir hatten früher mal so eins und die Mädels fanden es toll, es war eine schöne Abendroutine. Warum also nicht einfach selbst machen?

Nach und nach sammelte ich so meine verschiedenen Produkte zusammen, die hauptsächlich für den eigenen Alltag gedacht waren. Als ich merkte, dass nicht nur meine eigenen Kinder die Dinge ganz cool fanden, begann ich einiges davon auf Etsy anzubieten. Mittlerweile findest du viele meiner ehemaligen Produkte „hier“ frei zum Download falls du mal etwas davon ausprobieren willst.


Erst im Laufe des Jahres 2025 wurde mir überhaupt bewusst warum und wofür ich das eigentlich mache: Ich möchte meine Kinder stärken, mit ihnen in Verbindung sein, selbst wenn ich nicht da bin, ich möchte Gesprächsräume schaffen und ihnen immer das Gefühl geben gesehen und geliebt zu werden. Und das alles ohne im Alltag groß Mehraufwand betreiben zu müssen. (Pragmatismus, ihr erinnert euch…)


Seitdem beobachte ich viel. In meiner Familie und drumherum.

Meine Beobachtungen, Schlussfolgerungen und Erfahrungen teile ich mit euch in meinem Blog.

Auf Umwegen bin ich endlich wieder bei dem gelandet, was ich am liebsten tue: schreiben.

Und das Verrückte: der Name butterbrotpoesie passt bis heute.

Während es am Anfang tatsächlich nichts anderes war, als Poesie zum Butterbrot sehe ich es heute als Poesie im Alltäglichen, als Schönheit im Einfachen. Denn ich denke, dass das Wertvollste ist, was wir haben: unseren Alltag. Wir können nicht verbunden leben durch einen Ausflug oder einen dreiwöchigen Urlaub einmal im Jahr oder das eine teure Geschenk, das sich schon lange gewünscht wurde. Verbindung ist etwas grundlegendes. Grundlage für alles – wie ein Butterbrot. Der Alltag ist Butterbrot für das Schöne, was wir gemeinsam darauf legen.

Dafür mache ich das. Dafür gibt es butterbrotpoesie noch immer. Für keine Lunchboxkarte, kein Tagebuch, kein Poster, nein nichtmal irgendeine Figur, obgleich ich sie immernoch alle sehr liebe und großes mit ihnen vorhabe. (Kleiner Spoiler an dieser Stelle… 🙂 )

Am Ende gibt es Butterbrotpoesie, weil ich daran glaube, dass die kleinen Momente des Alltags, einfache Routinen, wenige Minuten unsere Kinder stark für’s Leben machen.

Ich möchte kein noch mehr. Ich möchte weniger. Für uns alle.


 

Butter bei die Fische – und Poesie in die Box

butterbrotpoesie

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